Buch-PR: In 7 Schritten mit dem Buch ins Wunschmedium

In einem meiner Netzwerke, dem Texttreff, gibt es eine wunderschöne Tradition: Mitglieder beschenken sich zu Weihnachten gegenseitig mit Blogbeiträgen. In diesem Jahr wurde mir als Blogwichtel meine liebe Kollegin Barbara Stromberg zugelost. Habe ich ein Glück! Barbara ist PR-Fachfrau und berät Experten und Expertinnen darin, wie sie in die Presse kommen. Hier kommen ihre Tipps zur Buch-PR: Lesen Sie, wie Sie mit Ihrem Buch in Ihren Wunschmedien erscheinen.

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Blogparade: Ich bin Ihre Expertenbuch-Expertin!

PR-Doktor Kerstin Hoffmann ruft unter dem Hashtag #personalbrandmix zur Blog- und Webparade rund ums Personalbranding auf. Für mich sind Expertenbücher perfekte Instrumente für das Personalbranding von Fachleuten wie Coachs, Trainerinnen, Speakern und Beraterinnen. Was liegt also näher, als selbst dem Aufruf zu folgen und meinen eigenen Auftritt und mein Personalbranding als Expertenbuch-Expertin mal unter die Lupe zu nehmen?

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Wie Druckkostenzuschussverlage das Selfpublishing für ihre Masche nutzen

Eigentlich hätte man denken können, dass mit dem Boom des Selfpublishings und der Digitalisierung der Spuk der Druckkostenzuschussverlage vorbei ist. Immerhin ist es mithilfe der Selfpublishingdistributoren für jeden Autor und jede Autorin sehr einfach und preiswert geworden, das eigene Buch zu veröffentlichen. Und es gibt zahllose Möglichkeiten, sich umfassend zu informieren. Leider zeigt die Erfahrung, dass Pseudoverlage nicht vom Markt verschwunden sind. Im Gegenteil, sie nutzen die Digitalisierung und den Selfpublishingtrend, um mit der Unerfahrenheit von Autorinnen und Autoren Reibach zu machen.

Dies ist der vierte Teil einer Reihe über Druckkostenzuschussverlage. Lesen Sie hierzu auch:

DKZV können die Autorinnen und Autoren heute leichter erreichen

Waren Druckkostenzuschussverlage früher darauf angewiesen, dass Autorinnen und Autoren auf Werbeanzeigen wie „Autoren gesucht” oder „Verlag sucht Manuskripte” reagierten, können sie heute unter unbedarften Selfpublishern und Selfpublisherinnen auf Raubzug gehen. Einfach bei Amazon in den entsprechenden Kategorien suchen, die Autoren und Autorinnen ansprechen und in Lobeshymnen ob der Bücher ausbrechen. Wer weiß, vielleicht fällt ja der eine oder die andere auf die Masche rein.

Gleiches gilt für die Social Media. Zahllose Autorinnen und Autoren nutzen entsprechende Hashtags, um sich untereinander zu vernetzen. Für einen DKZV ist es ein Leichtes, die Anfänger und Anfängerinnen in diesen Threads zu identifizieren und zu versuchen, sie in einen überteuerten Vertrag zu locken.

Druckkostenzuschussverlage unter dem Deckmäntelchen des Selfpublishings

Und damit nicht genug: Druckkostenzuschussverlage setzen auch auf das Selfpublishing ganz direkt. So ist die Website self-publishing.com verbunden mit der Europäischen Verlagsgesellschaften GmbH, zu der die bekannten Druckkostenzuschussverlage Paramon, Deutsche Literaturgesellschaft, Österreichische Literaturgesellschaft und Schweizer Literaturgesellschaft gehören. Ebenfalls Teil dieses Konglomerats sind meinbu.ch, das als Selfpublishingplattform fungiert, und die Seite autorenberater.de, ein „Beratungsblog” für Autoren und Autorinnen, der aber nur eine Werbeplattform für die Angebote der Europäischen Verlagsgesellschaften ist.

selfpublishing.com: Details in der Zusammenarbeit sind entscheidend

Wie self-publishing.com funktioniert, hat Matthias Matting hier beschrieben. Letztlich besteht das „Angebot“ darin, dass das E-Book auf dem Server von selfpublishing.com hochgeladen wird und damit im Shop dieses Anbieters verfügbar ist. Das war es aber auch schon. Keine ISBN, keine Anbindung an den Buchhandel, an Amazon oder sonst irgendwas. Wer mehr will, also beispielsweise eine ISBN, muss dafür bezahlen, und zwar ordentlich. Die gleichen Dienstleistungen gibt es woanders für einen Bruchteil der Kosten.

Damit dient die Seite self-publishing.com vor allem als Köder: Wer hier auf den Link „Ich will einen „richtigen” Verlag” klickt, findet dahinter Verweise zu den oben genannten Durckkostenzuschussverlagen – googlen Sie einfach mal den jeweilige Verlagsnamen + Erfahrung, also beispielsweise „Paramon + Erfahrung”. Wollen Sie sich und Ihrem Buch das wirklich antun?

autorenberater.de: Werbeplattform statt Beratungsblog

Ähnliches gilt für die angebliche Ratgeberseite „autorenberater.de”. Letztlich handelte sich dabei um eine Werbeplattform für die vielfältigen Angebote der Europäischen Verlagsgesellschaften. Hier findet sich ein Verweis auf self-publishing.com – ohne jede kritische Bemerkung oder auf andere Anbieter hinzuweisen (was bei einer seriösen Ratgeberseite Pflicht wäre). Und wer auf den Reiter „Verlage” klickt, bekommt einen Übersicht über die Druckkostenzuschussverlage der Europäischen Verlagsgesellschaften, aber keinen Hinweis darauf, dass es noch viele, viele weitere Verlage im deutschsprachigen Raum gibt, die von den Autoren und Autorinnen keine Beteiligung an den Herstellkosten der Bücher verlangen. Was für eine Beratung soll das sein?

meinbu.ch: Völlig überteuerte Selfpublishingangebote

Und was ist mit meinbu.ch? Da kostet eine Veröffentlichung als E-Book mal locker 690 Euro – verglichen mit den 0 Euro, die beispielsweise Epubli nimmt, oder den 19 Euro bei BoD – und da ist das Printbuch schon dabei. Printbücher beginnen bei meinbu.ch übrigens bei 2790 Euro (Stand Januar 2020). Das sollte als Argumente genügen.

Auch im Selfpublishing gilt also: Augen auf und wachsam bleiben. Lassen Sie sich von jemandem beraten, der sich in der Materie auskennt.

Schreiben und veröffentlichen Sie Ihr Expertenbuch. Ich berate Sie gern zu Konzeption und Planung, begleite Sie durch den Schreibprozess und unterstütze Sie bei der Veröffentlichung und Vermarktung. Rufen Sie mich an, ich freue mich, von Ihnen zu hören: 040 28800820.

Abb.: Kletr – shutterstock

10 Indizien, die dafür sprechen, dass Sie es mit einem Druckkostenzuschussverlag zu tun haben

Woran können Sie Druckkostenzuschussverlage erkennen? Wann sollten Sie bei Ihnen alle Alarmglocken läuten? Ich habe einmal 10 Indizien aufgelistet, die dafür sorgen sollten, dass Sie sehr genau nachfragen, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben. Und zwar nicht nur beim Verlag, sondern bei jemandem, der Sie unabhängig, neutral berät.

Dieser Text ist Teil einer kleinen Reihe zu Druckkostenzuschussverlagen. Lesen Sie auch:

Druckkostenzuschussverlage erkennen: Achten Sie auf diese Warnsignale

„Verlag sucht Autor“ – wer sein Manuskript bereits länger mit sich herumträgt, schon viele Absagen von Verlagen erhalten hat und nun endlich veröffentlichen will, antwortet vielleicht doch einmal auf eine solche Werbeanzeige. Und gerät damit schnell in die Fänge eines Druckkostenzuschussverlags. Achtung – das kann teuer werden.

Bei aller Freude über das Angebot für einen Verlagsvertrag: Bleiben Sie ruhig und unterschreiben Sie erst einmal nichts. Am wichtigsten ist, einen kühlen Kopf zu bewahren und das Angebot sorgfältig zu durchleuchten. In der folgenden – nicht abschließend zu verstehenden – Liste sind zehn Indizien aufgeführt, die Ihr Misstrauen wecken sollten. Sie können darauf hinweisen, dass Sie es mit einem Druckkostenzuschussverlag zu tun haben.

1. Indiz: Der Verlag taucht auf der Liste „Nein zu Druckkostenzuschussverlagen auf“

Der erste, schnellste und wichtigste Schritt: Kontrollieren Sie, ob der Verlag in der Liste bei Nein zu Druckkostenzuschussverlagen auftaucht. Wenn ja: Finger weg!

2. Indiz: Eine verdächtige Google-Ergebnisliste

Unternehmen Sie eine gründliche (!) Recherche bei Google oder einer anderen Suchmaschine zum Verlag, zum Verleger und zu den Personen, die dahinter stehen und mit denen Sie Kontakt haben. Gehen Sie dabei über die ersten zwei Ergebnisseiten bei Google und Co. hinaus. Die vorderen Einträge auf Ergebnislisten lassen sich durch ein geschicktes Reputationsmanagement von unliebsamen Einträgen säubern. Werden Sie misstrauisch, wenn auf den ersten Plätzen bei Google nur Einträge in kostenlosen, öffentlichen Presseboxen oder Ähnliches zu finden sind. Solche Pressemitteilungen kann der Druckkostenzuschussverlag sehr leicht selbst anlegen – das ist Selbstdarstellung und damit mit Vorsicht zu genießen! Auf den hinteren Ergebnisseiten lassen sich dann vielleicht noch Warnungen finden.

3. Indiz: Negative Stimmen in Foren

Fragen Sie in Autorenforen (zum Beispiel im Deutschen Schriftstellerforum – DSFo) konkret nach Erfahrungen mit diesem Verlag und den Personen dahinter. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Die Druckkostenzuschussverlage beobachten solche Foren genau (Stichwort Google Alert) und sorgen schnell für Lobeshymnen. Warten Sie ein paar Tage ab und kontrollieren Sie dann die Antworten. Echte Autoren und Autoren brauchen möglicherweise mehr Zeit für ihre Beiträge als jemand, dessen Aufgabe darin besteht, solche Foren zu scannen und das Meinungsbild gegebenenfalls in die „richtige“ Richtung zu lenken. Sobald ein Autor von negativen Erfahrungen berichtet oder eine Autorin Kosten anspricht, ist das ein deutliches Warnsignal.
Tipp: Kontrollieren Sie bei Lobhudeleien für einen Verlag einmal, wie lange die lobenden Personen schon Mitglied in den Foren sind. Oft werden Konten sehr kurzfristig eingerichtet, um dann bei genau dieser Frage mitschreiben zu können.

4. Indiz: Pompös klingende Verlagsnamen (die Sie aber vorher noch nie gehört haben …)

Lassen Sie sich nicht von einem serösen Auftreten, pompös klingenden Verlagsnamen (die auffällig häufig den Namen von bekannten, seriösen Verlagen ähneln), einer noblen Adresse und einer professionell wirkenden Webseite blenden. Wenn man unseriösen Menschen ihre Unseriosität schon ansehen würde, wäre vieles im Leben leichter.

5. Indiz: Werbung ala „Verlag sucht Autor“

Macht der Verlag im Internet oder anderweitig Werbung ala „Verlag sucht Autor” oder „Autor gesucht”? Glauben Sie mir: Seriöse Verlage schalten solche Werbung in der Regel nicht (Ausnahmen bestätigen die Regel, etwa wenn es um sehr spezielle Themen geht, bei denen die Autorensuche schwierig ist). Seriöse Verlage bekommen ohne jede Werbung mehr Texte zugeschickt, als sie verarbeiten können. Sie stöhnen eher angesicht der Flut der unverlangt eingesandten Manuskripte, als dass sie um noch mehr betteln würden. Wirbt ein Verlag aktiv um die Erstlingswerke von Autoren und Autorinnen, ist das ein Warnsignal, das Sie ernst nehmen sollten. Besonders fies ist eine entsprechende Werbung in Seniorenzeitschriften, die auf den Wunsch älterer Menschen abzielen, ihre Lebensgeschichte zu erzählen und zu veröffentlichen.

6. Indiz: Der Verlag hat Sie über Twitter und Co. angeschrieben

Der Verlag hat Sie über Social Media, etwa über Twitter, angeschrieben? Natürlich beobachten auch herkömmliche Verlage die verschiedenen Social-Media-Kanäle, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sie Sie darüber ansprechen, ist sehr, sehr gering. In diesem Fall ist ein sehr gründliches Durchleuchten des Verlags mehr als sinnvoll.

Gleiches gilt auch für Agenten: Wenn Sie von einer Agentur angesprochen wurden oder durch aggressive Werbung bei Google etc. auf diese Agentur aufmerksam geworden sind, sollten Sie misstrauisch sein und das Angebot auf Herz und Nieren testen (lassen). Hier der Link zu Wolfgang Tischers Warnung vor der Agenten-Druckkostenzuschussverlag-Masche: „Rodja Smolny und Lindbergh & Well: Bauernfängerei unter arglosen Autoren

7. Indiz: Der Vertrag weicht deutlich vom Mustervertrag ab – zu Ihren Lasten

Vergleichen Sie den Ihnen angebotenen Vertrag mit dem Mustervertrag des Verbands Deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Bewerten Sie jede Abweichung kritisch.

8. Indiz: Eine programmatische Handschrift ist nicht erkennbar

Suchen Sie den Verlag einmal bei Amazon und sichten Sie die Ergebnisse. Erkennen Sie eine programmatische Handschrift? Oder veröffentlicht dieser Verlag jedes Buch zu jedem Thema (solange der Autor oder die Autorin bereit ist, für die Veröffentlichung zu zahlen)?

9. Die Bücher wirken unprofessionell

Schauen Sie sich Bücher des Verlags bei Amazon an. Wirken die Cover professionell? Sind die Amazoneintrage gut gefüllt (eine gute Buchbeschreibung umfasst mehr als drei Sätze)? Wenn Rezensionen vorhanden sind: Wie viele sind es? Kann es sich dabei um Fakes handeln (der Rezensent schreibt eine Besprechung für dieses eine Buch, dann nie wieder)? Gibt es eine Leseprobe (die fehlt bei Büchern aus Druckkostenzuschussverlagen in der Regel)?

10. Indiz: Ein Berater rät von einer Veröffentlichung in diesem Verlag ab

Lassen Sie sich beraten – und zwar von jemandem, der sich in der Branche auskennt. Der einschätzen kann, ob Ihr Manuskript wirklich veröffentlichungsreif ist, ob der Preis für das Lektorat und die weiteren Dienstleistungen angemessen ist (das ist eigentlich nur beim Selfpublishing relevant, bei Verlagsverträgen sollte der Verlag dies übernehmen), ob der Verlag bekannt ist und seine Versprechen realistisch sind. Die Einschätzung eines Verlagsvertrags aus rechtlicher Sicht ist wichtig, aber nur ein Schritt – die Bewertung der Konditionen kann ein Anwalt oder eine Anwältin oft nicht sicher vornehmen, weil auch er oder sie den Buchmarkt nicht kennt. In diesem Bericht geht es um eine Autorin, die sich anwaltlich beraten ließ und dennoch auf einen Druckkostenzuschussverlag hereinfiel.

All das sind Indizien, aber keine Beweise. Entscheidend ist immer, wie die Vertragskonditionen konkret aussehen. Unterschreiben Sie keinen Vertrag, wenn von Ihnen hohe Vorauszahlungen oder die Übernahme von Kosten beispielsweise für das Lektorat verlangt werden. Lassen Sie sich beraten!

In aller Regel gilt: Bei einem seriösen Verlagsvertrag fließt Geld nur in eine Richtung: vom Verlag zum Autor bzw. zur Autorin. Alles andere ist fragwürdig und muss gründlich durchleuchtet und auf Seriosität geprüft werden!

Schreiben und veröffentlichen Sie Ihr Expertenbuch. Ich berate Sie gern zu Konzeption und Planung, begleite Sie durch den Schreibprozess und unterstütze Sie bei der Veröffentlichung und Vermarktung. Rufen Sie mich an, ich freue mich, von Ihnen zu hören: 040 28800820.

Abb.: 279photo-Studio-shutterstock