Fehler im Expertenbuch vermeiden – von Anfang an

Wer ein Expertenbuch veröffentlicht, will möglichst ein fehlerfreies Buch auf den Markt bringen, klar! Das ist eine große Aufgabe, die nicht allein beim Korrektor oder der Korrektorin liegt. Die Voraussetzungen für eine niedrige Fehlerquote können Businessautorinnen und -autoren bereits im Schreibprozess schaffen. Hier kommt eine Anleitung in fünf Schritten, um Fehler von Anfang an zu vermeiden.

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Ih, ein Fehler! Fehler und Fehlerquoten in einem Text

Mist, ein Fehler! Kaum ist der Text gedruckt, findest du auf Seite 3 einen Rechtschreibfehler. Beim Durchblättern stellst du zudem fest, dass auf Seite 12 eine Bildunterschrift fehlt und dass auf Seite 35 ein Name falsch geschrieben wurde. So etwas ärgert alle, auch den Korrekturleser und die Korrekturleserin, der oder die den Text gegengelesen hat. Die Profis wurmt ein solcher Fauxpas oft sogar am meisten. Fehler lassen sich nicht vollständig vermeiden, wie jeder, der professionell mit Texten arbeitet, bestätigen wird. Das Ziel ist aber, die Fehlerquote so gering wie möglich zu halten.

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7 Fragen an deinen Lektor

Ein guter Lektor holt das Beste aus deinem Text heraus. Er stellt die richtigen Fragen, unterbreitet dir zahlreiche Verbesserungsvorschläge und sorgt dafür, dass deine Publikationen genau die Wirkung erzielen, die du beabsichtigst.

Lektoren und Lektorinnen gibt es viele! Wie da den einen Dienstleister finden, der wie geschaffen ist für deinen Text, dein Sachbuch oder deinen Ratgeber? Mit sieben Fragen findest du den passenden Lektor oder die passende Lektorin für dein Expertenbuch.

1. Frage an den Lektor: Welche Qualifikation bringt er mit?

„Lektor“ oder „Lektorin“ sind keine geschützte Begriffe. Wer auch immer meint, Texte sinnvoll bearbeiten zu können, darf sich so nennen. Um so mehr lohnt es sich, kritisch nachzufragen und den Dienstleistern und Dienstleisterinnen, die für dein Expertenbuch infrage kommen, ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Welche Ausbildung haben sie durchlaufen? Für welche Kunden und Kundinnen haben sie welche Projekte betreut? Welche Referenzen können sie dir liefern?

Die meisten professionell arbeitenden Lektoren und Lektorinnen haben einen akademischen – häufig sprach- oder literaturwissenschaftlichen Abschluss – und können mehrere Jahre Berufserfahrung etwa in Verlagen oder in anderen Unternehmen nachweisen. Bei Lektoren und Lektorinnen, die Wirtschafts- und Finanzbücher bearbeiten, ist ein kaufmännischer Hintergrund, eine Ausbildung zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau, ein BWL-Studium oder Ähnliches mehr als sinnvoll.

Regelmäßige Fortbildungen sind für professionell arbeitende Lektoren und Lektorinnen Pflicht, insbesondere wenn sie als Fachlektoren und -lektorinnen spezielle Themen bearbeiten.

2. Frage an den Lektor: Über wie viel Erfahrung verfügt er?

Textarbeit ist in weiten Teilen Erfahrungssache. Wie wirken die unterschiedlichen Formulierungen und die verschiedenen Stilmittel auf den Leser und die Leserin? Was ermöglicht einen leserfreundlichen Textfluss und steigert das Lesevergnügen, was dagegen verhindert beides? Welche Textelemente führen dazu, dass der Inhalt verständlich wird – und an welchen Stellen kann auch einmal beherzt gestrichen werden, um Redundanzen zu verhindern?

Aber auch: Wann ist es für den Lektor und die Lektorin kritisch bis unangebracht, in den Text einzugreifen?

Die Kunst beim Lektorieren ist, einen vorliegenden Text zu verbessern, ohne die Aussagen zu verzerren und die Stimme des Autors oder der Autorin zu verfälschen. Gerade bei komplexen Themen und sprachlich schwierigen Texten spielt die Erfahrung des Lektors und der Lektorin eine entscheidende Rolle. Je länger der Beruf ausgeübt wird, desto besser ist das Sprachgefühl ausgeprägt, desto mehr Expertise für die einzelnen Textformen ist vorhanden, desto sicherer und überlegter finden Eingriffe statt.

3. Frage an den Lektor: Welche Texte bearbeitet er in der Regel?

Unternehmen haben andere Ansprüche an einen Lektor und eine Lektorin als Autoren und Autorinnen, die ihren ersten Roman veröffentlichen, oder wissenschaftliche Institutionen, die Forschungsergebnisse publizieren.

Beauftrage Fachleute, die Erfahrung mit Sachbüchern und Ratgebern haben und sich mit dem Aufbau und der Gestaltung von Expertenbüchern auskennen. Such Dienstleister, die dich durch den gesamten Schreib- und Veröffentlichungsprozess begleiten, die die Verlagslandschaft kennen und dich bei der Vermarktung unterstützen können. Die dafür sorgen, dass du und deine Expertise durch gut geschriebene Bücher in der Öffentlichkeit kompetent, zuverlässig und seriös erscheinen und deine Positionierung eindeutig ist.

4. Frage an den Lektor: Welche Leistungen bietet er an?

Was genau soll der Lektor oder die Lektorin für dich erledigen? Geht es dir darum, dass Rechtschreib-, Grammatik- und Zeichensetzungsfehler aus deinem Text eliminiert werden – wünschst du dir also eher ein Korrektorat? Oder willst du deinen Lektor oder deine Lektorin schon in der Frühphase deines Projekts mit ins Boot holen und mit ihm oder ihr zusammen ein Konzept für ein Fach- oder Sachbuch, einen Ratgeber entwickeln? Vielleicht suchst du auch jemanden, der dich regelmäßig im gesamten Veröffentlichungsprozess begleitet, dich beim Schreiben coacht und für dich dein Buchprojekt steuert?

Lektoren und Lektorinnen bieten ein unterschiedliches Spektrum an Leistungen an. Überleg dir, welche Dienstleistungen du dir wünschst, und frag nach. Wir Lektoren und Lektorinnen sind Profis, wenn es um die Bearbeitung und Veröffentlichung von Texten geht. Das geht weit über die reine Textprüfung hinaus. Die meisten von uns verfügen zudem über ein großes Netzwerk anderer Dienstleister und Dienstleisterinnen, um auch umfangreiche Projekte bewältigen und angrenzende Leistungen anbieten zu können. Klär im Gespräch genau, welche Arbeiten im Angebot des Lektors und der Lektorin enthalten sind und welche nicht.

5. Frage an den Lektor: Wie arbeitet er?

Das Vorgehen eines Lektors oder eine Lektorin ist entscheidend dafür, ob du mit dem Ergebnis zufrieden bist oder nicht. Und die Herangehensweise an einen Text ist von Lektor zu Lektorin unterschiedlich.

Vereinbare ein Probelektorat: Ich biete meinen potenziellen Kunden, wie viele andere Lektorinnen und Lektoren auch, ein kostenloses Probelektorat an. Dafür wähle ich aus deinem Text einen kleinen, repräsentativen Ausschnitt aus, bearbeite zwei Normseiten zu 1500 Zeichen inklusive Leerzeichen nach deinen Vorgaben und schick dir den Ausschnitt zurück. So kannst du meine Arbeit beurteilen und erhältst im Anschluss von mir ein individuelles Angebot für diesen Text.

6. Frage an den Lektor: Wie läuft die Kommunikation?

Auch wenn für ein Lektorat ein persönlicher Kontakt nicht zwingend notwendig ist und sich die gesamte Kommunikation per E-Mail erledigen lässt, solltest du versuchen, mit den Lektoren und Lektorinnen in der engeren Wahl zu telefonieren oder dich nach Möglichkeit sogar mit ihnen zu treffen. Wie verläuft die Kommunikation? Ist dir dein potenzieller Geschäftspartner sympathisch? Wie präsentiert sich die Lektorin im Internet? Kann sie Referenzen nennen? Was sagen andere Kunden über das Lektorat und die Zusammenarbeit?

Gerade bei sensiblen Wirtschaftstexten, bei Ratgebern, Sach- und Fachbücher, geht es darum, dauerhaft Vertrauen zu Lesern, zu Kunden, Mitarbeitern, Investoren und Geschäftspartnern aufzubauen. Da ist es sinnvoll, eine Lektorin zu suchen, mit der du langfristig zusammenarbeiten willst, die mit dir gemeinsam deine Corporate Language entwickelt sowie umsetzt und die deine Ziel- und Bezugsgruppen auf lange Sicht genauso gut kennt wie du selbst.

7. Frage an den Lektor: Ist er versichert?

Jede Lektorin und jeder Korrektor will einen Text fehlerfrei an den Kunden liefern. Aber wir sind alle nur Menschen und niemand ist vor Fehlern gefeit, auch nicht der beste Lektor und die beste Lektorin. Und so kann es passieren, dass ein Fehler im Text stehen bleibt, der so gravierend ist, dass ein Neudruck deiner Publikation notwendig wird. Das ist ärgerlich. Am meisten ärgert das die Sprachprofis selbst. Und ein Fehler kann teuer werden!

Geh auf Nummer sicher. Als professionelle Lektorin bin ich versichert für den Fall, dass mir ein gravierender Fehler unterläuft und ein Neudruck notwendig ist.

Schreibe und veröffentliche dein Expertenbuch. Ich berate dich gern zu Konzeption und Planung, begleite dich durch den Schreibprozess und unterstütze dich bei der Veröffentlichung und Vermarktung. Schreibe mir eine Nachricht oder ruf mich an. Ich freue mich, von dir zu hören: +49 40 28800820.

Beste Grüße
Cordula Natusch – deine Expertenbuch-Expertin

Dieser Text ist zuerst in leicht veränderter Form auf der Website redaktion-natusch.de erschienen.

Lektorat und Korrektorat – was ist der Unterschied?


Es gibt kaum zwei Begriffe im Verlagswesen, bei denen mehr Durcheinander herrscht als bei Lektorat und Korrektorat. Was ist eigentlich genau was?

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Das oder dass? So kannst du sie auseinanderhalten

Dass oder das? Wie ist es richtig? Oder ist die richtige Schreibweise vielleicht sogar daß? Diese Frage in der deutschen Rechtschreibung bereitet seit der Rechtschreibreform durchaus nicht nur Schülern und Schülerinnen Probleme. Helfen können ein paar Eselsbrücken, mit denen du entscheiden kannst, ob es sich um ein Relativpronomen oder eine Konjunktion handelt. Denn davon hängt die Schreibung ab. Mit den richtigen Tricks wird die Entscheidung plötzlich ganz einfach!

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