Leserorientierung: 3 Tipps für glückliche Leser

Leserorientierung ist das A und O für den Erfolg deines Expertenbuchs. Immerhin willst du mit deinem Text deinen Leser und deine Leserin für dein Thema und für dich als Experte oder Expertin begeistern. Da lohnt es sich, sich mit den Erwartungen dieser Menschen an dich und an dein Buch genauer zu beschäftigen. Lies, wie du deine Leser und Leserinnen glücklich machst.

Warum Leserorientierung in deinem Buch so wichtig ist

Wer sich beim Schreiben nicht um die Bedürfnisse und Wünsche seiner Leser und Leserinnen kümmert, hat in der Regel schlechte Karten.

Mangelnde Leserorientierung? Das ist eine schlechte Idee

Im besten Fall langweilst du dein Publikum. Dann liest es deinen Text nur, weil es das aus irgendeinem Grund tun muss. Langeweile, Missmut, Unverständnis – ich bin sicher, dass das nicht die Emotionen sind, die du mit deinem Buch auslösen willst.

Im schlechtesten Fall verstehen die Leser und Leserinnen überhaupt nicht, worauf du mit deinem Buch hinauswillst. Dann hinterlässt dein Text bei ihnen den Eindruck, dass du sie nicht verstehst, dass du dein Thema nicht vermitteln kannst oder gar, dass du es nicht durchdrungen hast. Ein solcher Eindruck kann dein eigentliches Geschäft erheblich schädigen.

Gute Leserorientierung stärkt deinen Expertenstatus

Wenn du die Leserorientierung deines Textes hingegen gut im Blick hast und diesen wichtigen Aspekt über Inhalt, Struktur, Sprache und Formulierungen bewusst umsetzt, erreichst du deine Ziele: Deine Leser und Leserinnen lesen deinen Text gern, sie fühlen sich verstanden und nehmen wertvolle Informationen und Tipps für sich selbst mit.

Vor allem aber schließen sie aus all diesen Faktoren, dass du ganz offensichtlich weißt, wovon du sprichst, und dass du dein Thema gut vermitteln kannst. Eine gute Leserorientierung stärkt also deinen Status als Experte oder Expertin. Darum geht es bei deinem Expertenbuch ja schließlich.

„Immer an den Leser denken“

„Immer an den Leser denken“ – diesen Spruch eines meiner ehemaligen Chefs in einem großen Verlagshaus habe ich bis heute im Ohr. Er fasst den Kerngedanken hinter jeglicher Leserorientierung sehr gut zusammen. Im Mittelpunkt deines Buchs (und deines Schreibens) stehst nicht du, sondern der Leser oder die Leserin.

Wie gut kennst du deine Zielgruppe?

Voraussetzung für echte Leserorientierung in deinen Texten ist, dass du deine Leser und Leserinnen richtig gut kennst. Also: Für wen schreibst du dein Buch? Je genauer du deine Zielgruppe definiert hast, desto besser wird dir die Leserorientierung in deinem Text gelingen. Die wichtigsten Fragen dabei sind:

  • Für wen schreibst du dein Buch? Wer sind deine idealen Leser und Leserinnen?
  • Was ihr sogenannter Pain Point, also ihr Schmerzpunkt? Welches Problem löst du für sie?
  • Wie gehst du dabei vor? Welcher Lösungsweg ist für diese Menschen deiner Meinung nach der richtige?

Wenn du diese Fragen für dich beantwortest, bist du bereits einen Riesenschritt weiter auf dem Weg zu mehr Leserorientierung .

Wo steht deine Zielgruppe bei deinem Thema?

„Den Leser oder die Leserin abholen“ – davon hast du bestimmt schon einmal gehört. Das ist die zweite wichtige Frage, die du dir zur Leserorientierung beantworten solltest. Vermutlich kennst du diese Frage bereits aus deinen Beratungen, Coachings, Seminaren oder Trainings.

  • Wendest du dich an Einsteiger und Anfängerinnen in deinem Thema, wirst du mit allgemeinen Hinweisen in dein Expertenbuch einsteigen, viel erklären und Tipps geben, wie man sich deinem Thema nähern kann. Fachbegriffe wirst du möglichst nicht verwenden und wenn sie unvermeidbar sind, dann wirst du sie für deine Leser und Leserinnen übersetzen und erläutern. So stellst du sicher, dass jeder und jede deinen Ausführungen folgen und viel Wissenswertes aus deinem Text herausziehen kann.
  • Richtest du dich hingegen mit deinem Buch an Menschen, die in deinem Thema schon fortgeschritten oder womöglich sogar schon selbst eine erhebliche Expertise mitbringen, kannst du dir all diese allgemeinen Hinweise sparen. Diese Leser und Leserinnen würdest du damit nur langweilen. Sie erwarten von dir spannende Hintergrundinformationen, Insider- und Expertenwissen, Tipps für Profis etc. Mit Texten, die zu einfach sind, machst du dich bei dieser Zielgruppe eher lächerlich.

Die wichtigste Regel in diesem Zusammenhang lautet daher: Was Leserorientierung im Text konkret bedeutet, hängt vom Leser und von der Leserin ab.

Wohin willst du deine Leser führen?

Leserorientierung bedeutet, den Leser und die Leserin so durch dein Buch zu führen, dass sie das von dir (und von ihnen selbst) angestrebte Ergebnis erreichen. Hier geht es also um den berüchtigten roten Faden, um die Orientierung im Buch.

  • Wohin willst du dein Publikum mit deinem Buch führen?
  • Was sollen deine Leser und Leserinnen am Ende des Buchs wissen und können?
  • Und wie geleitest du sie Schritt für Schritt zu diesem Punkt?

Mach es deinem Publikum so einfach wie möglich, deinen Gedankengängen zu folgen und deine Argumente nachzuvollziehen. Vermeide Sprünge und Lücken im Text und achte darauf, keinen Ballast mit dir herumzuschleppen. Wiederholungen und Abschweifungen machen deinen Text nur schwerfällig. Wirf alle Textteile raus, die nicht notwendig sind. „Kill your darlings“, auch wenn es dir schwerfällt.

Gute Leserorientierung in deinem Expertenbuch herzustellen, ist nicht schwierig. Die wichtigste Regel lautet: Stell dein Publikum in den Mittelpunkt all deiner Überlegungen. Daraus ergeben alle weiteren Schritte oft von ganz allein.

Schreibe und veröffentliche dein Expertenbuch. Ich berate dich gern zu Konzeption und Planung, begleite dich durch den Schreibprozess und unterstütze dich bei der Veröffentlichung und Vermarktung. Schreibe mir eine Nachricht oder ruf mich an. Ich freue mich, von dir zu hören: +49 40 28800820.

Beste Grüße
Cordula Natusch – deine Expertenbuch-Expertin

Danke an meine liebe Kollegin Heide Liebmann, die mich zu diesem Text inspirierte.

Abb.: fidaolga AdobeStock

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