Ghostwriting (Teil 3) – Kosten und mehr

Du hast einen passenden Ghostwriter für dein Buch gefunden und nun kann es losgehen? Nicht so schnell. Erst einmal solltet ihr beide euch auf die Rahmenbedingungen einigen. Die wichtigsten Fragen drehen sich um die Kosten und die Verschwiegenheitserklärung.

Was kostet ein Ghostwriting?

Die häufigste Frage ist: „Welche Kosten fallen für das Ghostwriting an?“. Verständlich, denn ein professionelles Ghostwriting ist teuer. Allerdings aus guten Gründen, denn wenn es gut gemacht ist, ist es sehr zeitaufwendig und braucht viel Expertise.

Ghostwriting braucht viel Zeit

  • Ein guter Ghostwriter schreibt dein Buch nicht einfach so nach Schema X herunter, sondern taucht tief in deine Materie ein. Viel Zeit benötigt er schon allein dafür, dein Material zu sichten, sich einen Überblick zu verschaffen und sich gedanklich auf dein Thema einzustimmen. Oft muss er die Informationen auch erst einmal sortieren, bevor er damit arbeiten kann – das kannst du ihm erleichtern, indem du dein Material fürs Ghostwriting gut vorbereitest.
  • Dann wird der Ghostwriter ausführlich mit dir sprechen. In Interviews klärt ihr gemeinsam, welcher Inhalt in welchem Kapitel behandelt werden soll. Aber das ist nur der Anfang. Ihr schreibt gemeinsam ein Expertenbuch, mit dem du dich am Markt positionieren willst. Es geht also darum, das Besondere an dir, deinem Angebot und deinem Vorgehen herauszuarbeiten und in das Buch zu verpacken. Der Ghostwriter wird dir also immer wieder auf den Zahn fühlen und dich bitten, einzelne Punkte zu konkretisieren, Details zu nennen und anhand von Beispielen zu erläutern. Letzteres ist besonders wichtig, damit der Text nicht knochentrocken daherkommt.
  • Dann geht es ans Schreiben. Auch wenn Ghostwriter Profis sind, die einen Text schneller verfassen können als andere Menschen, brauchen sie natürlich Zeit dafür. Und auch sie sind nicht davor gefeit, sich einmal an einer Textstelle festzubeißen und ins Grübeln zu verfallen.
  • Als Letztes kosten die Abstimmungsrunden mit dir als Auftraggeber Zeit. Ihr werde gemeinsam offene Fragen klären, unstimmige Textpassagen besprechen, inhaltliche Lücken identifizieren und den Text irgendwann einmal gemeinsam finalisieren.

Dieser zeitliche Aufwand des Ghostwriters muss natürlich angemessen bezahlt werden.

Ghostwriting erfordert Expertise

Ein Buch für eine andere Person zu schreiben — das kann nicht jeder. Den meisten Menschen fällt es schon schwer, die eigenen Standpunkte und Ideen in einem Buch niederzuschreiben. Dies nun für andere Personen zu machen ist eine Herausforderung. Dabei gilt es, in die Gedanken- und Gefühlswelt des anderen einzutauchen, seine Argumente und Motive nachzuvollziehen, seine Sprache und seinen Stil zu erkennen und zu adaptieren. Möglicherweise ist Fachwissen gefragt, um die geplanten Inhalte des Buch zu erfassen. Und als Ergebnis soll ein überzeugender, flüssig geschriebener, zielgruppengerechter Text auf dem Papier entstehen.

Mit anderen Worten: Gute Ghostwriter sind Spezialisten und Spezialistinnen mit eher seltenen Fähigkeiten. Und diese besonderen Fähigkeiten spiegeln sich im Preis wider. Aber nicht nur dort — sondern auch im Ergebnis! Wenn du einen professionellen Ghostwriter beauftragst, kannst du sicher sein, dass du auch ein professionelles Ergebnis erhältst. Du veröffentlichst also ein Expertenbuch, das zu dir passt, das dein Business überzeugend darstellt und das du mit ruhigem Gewissen an Kundinnen und Interessenten weiterreichen kannst.

Und was kostet das Ghostwriting nun?

Wie viel du tatsächlich für das Ghostwriting bezahlen musst, lässt sich pauschal nicht sagen. Dafür wirken sich zu viele Faktoren auf den Preis aus. Thema, Aufbereitung, vorhandenes Material bzw. inhaltliche Lücken, die noch zu schließen sind, Umfang, Zeitdruck etc. — diese und weitere Faktoren beeinflussen die Kalkulation des Ghostwriters.

Letztlich ist die Rechnung recht einfach: Wenn ein Ghostwriter drei Monate an deinem Buch schreibt und in dieser Zeit keine weiteren Aufträge bearbeiten kann, bedeutet das, dass er mit deinem Auftrag genug verdienen muss, um alle seine Ausgaben für drei Monate zu bestreiten. Das erklärt, warum die Honorare für ein professionelles Ghostwriting schnell fünfstellig werden.

Zahlungsmodalitäten

Weil es sich um hohe Beträge handelt, werden oft besondere Zahlungsmodalitäten vereinbart. Zum einen geht der Ghostwriter ein relativ großes Risiko ein, wenn er ein umfangreiches, lang andauerndes Projekt annimmt. Dieses Risiko lässt sich durch Vorschüsse begrenzen. Außerdem fallen beim Ghostwriting häufig Reise- und Verpflegungskosten an, beispielsweise wenn du dich mit deinem Dienstleister oder deiner Dienstleisterin für Projektbesprechungen und Interviews triffst. Je früher ihr klärt, wie und wann solche Kosten abgerechnet werden, desto besser.

Um Vorleistungen abzusichern, sind Anzahlungen üblich. Gleiches gilt für Teilzahlungen, sobald bestimmte Schritte im Projekt erreicht sind. Ist das Manuskript ungefähr zur Hälfte fertig, sollte der Ghostwriter auch schon einen Gutteil des Geldes erhalten.

Am Ende des Projekts erfolgt dann eine Schlussabrechnung. Spätestens jetzt fließen — neben dem vereinbarten Restbetrag — alle Leistungen in die Rechnung ein, die zwischenzeitlich noch angefordert und noch nicht abgerechnet wurden. Dazu gehören dann zum Beispiel noch Beratungsstunden, angefallene Reisekosten, vom Angebot nicht abgedeckte Überarbeitungsrunden etc. Über diese Posten sollte der Ghostwriter im Projektverlauf immer eindeutig kommunizieren: Welche Leistung, die nicht im Angebot steht, liegt an? Wie lange wird sie dauern? Wie viel wird das kosten? Bist du als Auftraggeber oder Auftraggeberin damit einverstanden? Klare Kommunikation verhindert böse Überraschungen bei der Schlussabrechnung.

Im Gegenzug hat der Ghostwriter ein Recht darauf, dass seine Rechnungen zeitnah bezahlt werden. Sobald das Projekt abgeschlossen und das Manuskript freigegeben ist, hat er Anspruch auf die volle, vereinbarte Summe.

Achtung, Geheimsache!

Im Begriff „Ghostwriting“ steckt es schon drin: Das Buch entsteht wie von Geisterhand, der Ghostwriter schreibt in der Regel im Verborgenen. Es sind aber auch Varianten möglich. Wichtig ist, dass auch hier gleich zu Beginn die Bedingungen der Zusammenarbeit feststehen.

Verschwiegenheitserklärung ist üblich

In der Regel wollen die Auftraggeber und Auftraggeberinnen, dass das Ghostwriting ihres Buchs geheim bleibt. Es soll also nur ihr eigener Name auf dem Buchcover stehen, auch wenn der eigentliche Text von jemand anderem stammt. Üblicherweise wird so etwas über eine Verschwiegenheitserklärung geregelt. Darin ist festgehalten, dass der Ghostwriter nicht oder nur nach ausdrücklicher Genehmigung über das Ghostwriting sprechen darf, dass er oder sie nicht als Urheber oder Urheberin genannt wird und auf weitere Ansprüche aus dem Urheberrecht verzichtet. Oft werden auch entsprechende Vertragsstrafen vereinbart für den Fall, dass diese Vereinbarung gebrochen wird.

In eine solche Vereinbarung gehören auch Regelungen, was nach Abschluss des Projekts mit dem Material geschieht. Wer archiviert beispielsweise die Mitschnitte aus den Interviews? Innerhalb welcher Frist werden überreichte Dokumente vernichtet?

Nennung des Ghostwriters

Andere Auftraggeber und Auftraggeberinnen gehen mit dem Ghostwriting offener um. Viele Musikerinnen, Sportler oder andere Prominente stehen dazu, ihr Buch nicht selbst geschrieben zu haben, weil das Publikum ohnehin von dieser Annahme ausgehen. Der Ghostwriter taucht dann auf dem Cover auf oder wird in den Danksagungen genannt.

Wie oft bei solch persönlichen Dienstleistungen sind die Absprachen individuell und höchst unterschiedlich. Mach dir am besten eine Liste aller Punkte, die du klären möchtest. Wenn du ganz sicher sein willst, leg die Vereinbarung noch einem Anwalt oder einer Anwältin vor, um sie rechtssicher zu gestalten,

Mehr zum Ghostwriting findest du hier:

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Beste Grüße
Cordula Natusch – deine Expertenbuch-Expertin

Abb.: triocean-AdobeStock

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