Jeden Tag ein Stück …

Pickepackevoll! So sind die Tage von Trainern, Coachs, Beraterinnen und Keynotespeakerinnen in der Regel. Zwischen Telefonaten, Gesprächen, Konferenzen und Klientengesprächen bleibt kaum Zeit, um einmal durchzupusten. Und für die Familie wollen Sie ja auch noch da sein. Und da komme ich daher und sage Ihnen, dass Sie auch noch jeden Tag an Ihrem Buch schreiben sollen? Meine ich das ernst?

Ja, das meine ich ernst. Denn das regelmäßige, am besten tägliche, Schreiben hat viele Vorteile. Der wichtigste: Sie schreiben Ihr Buch tatsächlich!

Schreiben Sie!

Weil das Projekt, ein Buch zu schreiben, so groß ist, verschieben es viele Menschen auf einen Zeitpunkt, zu dem „es besser passt”. An dem sie sich endlich für längere Zeit an den Schreibtisch setzen können, in Ruhe das Material sichten und mit dem Schreiben beginnen können. Auf einen Zeitpunkt, zu dem die ganze Hektik draußen bleibt und die ganze Konzentration dem Text gilt.

Mit anderen Worten: Die meisten Menschen verschieben ihr Buchprojekt auf den Sankt-Nimmerleins-Tag. Denn dieser Zeitpunkt, an dem einfach alles passt, den gibt es nicht.

Fangen Sie heute an, Ihr Buch zu schreiben, und arbeiten Sie morgen und übermorgen und den Tag danach daran weiter! Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie wirklich veröffentlichen, um ein Vielfaches. Denn der größte Fehler, den Sie als Autor oder Autorin machen können, ist, gar nicht zu schreiben.

Bleiben Sie im Thema drin und sparen Sie Zeit

Mit jedem Tag, den Sie nicht an Ihrem Manuskript arbeiten, brauchen Sie länger, um wieder in Ihren Text hineinzukommen. Dann müssen Sie erst kontrollieren, was Sie zuvor geschrieben haben. Sie müssen Ihre Rechercheergebnisse erneut sichten, um sich wieder in das Thema hineinzudenken. Sie müssen überlegen, ob Sie das eine Argument denn jetzt schon untergebracht haben oder nicht. Sie geraten aus dem Flow.

Auch wenn es zunächst sehr zeitraubend aussieht: Wenn Sie regelmäßig schreiben, sparen Sie auf lange Sicht Zeit. Denn dann wissen Sie, was Sie bereits geschrieben haben und an welcher Stelle Sie die Arbeit fortsetzen wollen. Dort können Sie jederzeit wieder einsteigen und selbst kleine Lücken im Zeitplan für Ihr Expertenbuch nutzen.

Wie isst man einen Elefant? Richtig: häppchenweise. Genauso ist es mit einem Buchprojekt. Jeden Tag ein paar Zeilen geschrieben – ergibt am Ende auch ein fertiges Manuskript! Wenn Sie jeden Tag ein kleines Häppchen verdauen, ist irgendwann der ganze Elefant weg und Ihr Text fertig (zumindest die erste Fassung …). Es ist sinnvoll, jeden Tag einen kleinen Abschnitt zu schreiben und so im Kontakt mit dem Text zu bleiben.

Schreiben ist Übungssache

Schreiben kann man lernen. Und je mehr Sie es üben, desto leichter wird es Ihnen fallen. Wie bei allen Fähigkeiten, die Sie neu erlernen, sind die ersten Lektionen besonders hart – aber danach fällt die Aufgabe plötzlich leichter.

Je häufiger Sie die Arbeit am Text für längere Zeit unterbrechen, desto eher „vergessen” Sie das, was Sie schon über das Schreiben eines Expertenbuchs verinnerlicht haben. Sie fangen dann im Grunde jedes Mal wieder an, diese Fähigkeit zu erlernen. Damit machen Sie es sich selbst unnötig schwer.

Üben Sie regelmäßig, Ihre Gedanken aufs Papier zu bringen, sich in Ihre Leser hineinzuversetzen und Ihre Sätze so zu formulieren, dass sie gut verständlich sind. Auch wenn sich anfangs alles komisch anhört: Es wird leichter und besser!

Wider die Aufschieberitis und für die Qualität

Weil ein Buch ein so großes Projekt ist, neigen viele Autorinnen und Autoren dazu, die Arbeit daran aufzuschieben und dann kurz vor dem Abgabetermin alles schnell herunterzuschreiben. Der Qualität ist das in der Regel nicht unbedingt zuträglich.

Qualität ist aber der entscheidende Faktor für Ihr Expertenbuch. Nur wenn Sie ein Buch veröffentlichen, das auf allen Ebenen Qualität ausstrahlt, wird es Ihr eigentliches Business fördern und voranbringen. Nur Qualität im Buch wird schließlich dazu führen, dass Sie die Honorare für Ihre Dienstleistung oder den Preis für Ihr Produkt anheben können.

Halten Sie sich diese langfristigen Ziele vor Augen, um die Aufschieberitis beim Schreiben zu besiegen.

Sie bleiben motiviert

Die Motivation steigt mit dem Umfang des bereits geschriebenen Manuskripts. Das Ende naht mit jedem eingetippten Wort. Und je häufiger Sie sich an Ihren Text setzen, desto schneller ist die Schreibarbeit erledigt. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das nahende Ende einer Aufgabe motivierend wirkt.

Den meisten Menschen fällt es leichter, sich für ein paar Minuten für eine Aufgabe zu motivieren als für einen riesigen Aufgabenblock. „Ich mache jetzt eine halbe Stunde etwas am Buch, dann kann ich wieder aufhören” – das bringt viele Menschen dazu, sich wirklich hinzusetzen. Und viele bleiben dann auch sitzen, schreiben sich warm und arbeiten dann deutlich länger an ihrem Text, als sie sich zunächst vorgenommen haben.

Koordinieren Sie Dienstleister

Wenn Sie regelmäßig an Ihrem Text arbeiten, haben Sie einen wesentlich besseren Überblick über die Dinge, die noch erledigt werden müssen, und über die Zeitpunkte, zu denen sie erledigt sein müssen.

Angenommen, Sie haben sich Hilfe für Recherchetätigkeiten gesucht. Wenn Sie kontinuierlich am Text arbeiten, wird es Ihnen leichter fallen, systematisch Aufgaben so weiterzureichen, dass die Ergebnisse Ihnen dann vorliegen, wenn Sie sie für Ihren Text brauchen.

Zeitpläne und Absprachen können Sie wesentlich einfacher einhalten, wenn Sie kontinuierlich an Ihrem Manuskript arbeiten.

Schreiben und veröffentlichen Sie Ihr Expertenbuch. Ich berate Sie gern zu Konzeption und Planung, begleite Sie durch den Schreibprozess und unterstütze Sie bei der Veröffentlichung und Vermarktung. Rufen Sie mich an, ich freue mich, von Ihnen zu hören: 040 28800820.

Abbildung: H. Bauer – fotolia

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